Lernwerkstatt Sonderpädagogik Uni Würzburg

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Institut für Sonderpädagogik
Wittelsbacherplatz 1, 97074 Würzburg, DE
lernwerkstatt.sonderpaedagogik@uni-wuerzburg.de
Didaktisches Konzept: 

Die Lernwerkstatt ist eine fachrichtungsübergreifende Einrichtung des Instituts für Sonderpädagogik an der Universität Würzburg. Die Angebote der Lernwerkstatt werden genutzt von Studierenden der sonderpädagogischen Lehrämter, der außerschulischen sonderpädagogischen Studiengänge und von den weiteren Lehramtsstudiengängen der Universität Würzburg.

Lernwerkstätten an lehrerbildenden Universitäten sind keine Selbstverständlichkeit und stehen für ein anderes Lernen von Erwachsenen. Lernwerkstätten an Hochschulen erfahren im deutschsprachigen Raum seit den 1980er-Jahren eine stetige Aufwärtsentwicklung.

Die Angebote der Lernwerkstatt resultieren aus zentralen Herausforderungen für das deutsche Bildungswesen:

• Der Realisierung von individualisierten und differenzierten Lernangeboten für die SchülerInnen

• Der Realisierung eines Gemeinsamen Lernens in heterogenen Gruppen

• Im System Förderschule

• An Schulen mit dem Profil Inklusion

Die Aufgabenfelder der Lernwerkstatt erstrecken sich auf vier Bereiche:

Beirat der Lernwerkstatt

Zur Unterstützung der Arbeit der Lernwerkstatt und zur Verankerung der Lernwerkstatt inmitten des Instituts für Sonderpädagogik fungiert der Beirat der Lernwerkstatt, bestehend auf je einem Vertreter der sonderpädagogischen Lehrstühle, einem Vertreter der Studierenden und dem Leiter der Lernwerkstatt.

Konzeptionelle Zielsetzungen der Arbeit der Lernwerkstatt

Eine Qualitätsverbesserung des Praxisbezugs in der LehrerInnenbildung wird nicht durch ein Mehr an Praxis, sondern durch eine theoriegeleitete Auseinandersetzung mit unterrichtsrelevanten Themen erreicht, die erarbeitet werden im konkreten Bezug zu den SchülerInnen bei einer begleitenden und abschließenden Reflexion in Bezug auf die Aufbereitung des Gegenstandes, auf Maßnahmen von Individualisierung und Differenzierung sowie auf einen gemeinsamen Unterricht in heterogenen Gruppen. Durch den Einbezug von Studierenden aus verschiedenen Lehrämtern wird frühzeitig ein Kompetenztransfer vorbereitet und ein Verständnis für die jeweiligen Professionsgrundlagen geschaffen. Damit werden schon im Studium die durch Heterogenität und Inklusion entstehenden Anforderungen in der Zusammenarbeit von verschiedenen Lehrämtern im Praxisfeld der Inklusion theoriegeleitet umgesetzt.

Hierzu bedarf es einerseits einer verstärkten Profilierung mit fachdidaktischen Gegenständen und andererseits einer gezielten Aufarbeitung von fachdidaktischen Herangehensweisen unter Berücksichtigung von unabdingbaren sonderpädagogischen Maßnahmen. Dies kann zu einer win-win-Situation für SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch Angebote mit einer gut profilierten Fachlichkeit führen und für SchülerInnen ohne sonderpädagogischem Förderbedarf durch eine verstärkte Berücksichtigung von individuellen Ausgangslagen und entsprechenden handlungsorientierten Angeboten.

Profitieren können Studierende von verschiedenen Lehrämtern durch die frühzeitige Kooperation und gegenseitige Auseinandersetzung in gemeinsamen Planungsprozessen. Durch die Projektangebote für Schulklassen werden Unterrichtskonzepte, welche die individuellen Lernausgangslagen der SchülerInnen berücksichtigen, und didaktische Materialien, die für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf entwickelt wurden, in die Unterrichtspraxis vor Ort implementiert.

In den Lernwerkstattseminaren wird derzeit bereits genau die Schnittstelle zwischen Sonderpädagogik und Fachdidaktik bedient. Ausgangspunkt ist dabei eine theoriegeleitete fachdidaktische Auseinandersetzung mit relevanten Themen für die schulische Praxis. Diese Projektthemen werden einerseits sonderpädagogisch aufbereitet im Sinne einer Handlungsfähigkeit von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Bezug auf das gewählte Thema und andererseits so dargeboten, dass ein gemeinsamer Unterricht in heterogenen Gruppen ermöglicht werden kann. Durch die Projektangebote an Schulklassen in inklusiven Settings oder an sonder-pädagogischen Institutionen findet eine Verzahnung von universitärer Lehre und Forschung mit schulpraktischen Arbeitsfeldern statt. Die Seminarangebote mit den dazugehörenden schulpraktischen Projekten werden mit Studierenden der Sonderpädagogik und der Allgemeinen Schule durchgeführt. Hierzu ist es nötig, die spezifischen Bedürfnisse der SchülerInnen zu eruieren und in die Planungen entsprechend einzubeziehen. Damit werden einerseits Forderungen nach einem individualisierten und differenzierten Unterricht konkret umgesetzt und ein Beitrag zu einem inklusiven Unterricht geleistet in Form von Angeboten für heterogene Gruppen sowie in einem gemeinsamen Lernen an einem gemeinsamen Gegenstand.

Zielgruppe: 
SchülerInnen (Grundschule)
SchülerInnen (Sekundarstufe 1)
Studierende
Lehrkräfte/ PädagogInnen
andere
eingebunden in die Aus-/Fortbildung von: 
andere
Förderschullehramt
Grundschullehramt
Gymnasiallehramt
Haupt-/Real-/Sekundarschullehramt
freie Antwort, falls *andere: 

SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf

Außerschulische Studiengänge Sonderpädagogik

curricular in Studienmodulen verankert?: 
wahlobligatorisch
Schwerpunkte studentischer Tätigkeit: 
Sachen erforschen - experimentieren
Sachen erforschen - recherchieren
Aus- und Weiterbildung (Workshops, Seminare, Fortbildungen)
Material ausleihen
Material entwickeln
Material erproben
Lernumgebung gestalten
Lernumgebung erproben
SchülerInnenbeobachtung
andere beraten
Geolocation: