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Lernwerkstatt der HAW Kiel

HAW Kiel
Fachbereich Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik
Sokratesplatz 2, 24149 Kiel
kathrin.hormann@haw-kiel.de
Zugeordnete Professur: 

Prof. Dr. Kathrin Hormann, Professorin für Kindheitspädagogik

Didaktisches Konzept: 

Die konzeptionelle Basis der Lernwerkstatt in der HAW Kiel wird durch drei Säulen abgebildet:

  1. Reformpädagogische Zugänge
  2. eine vielfältige Materialsammlung von verwendungs- und bedeutungsoffenem Material, Remida-Material sowie didaktischem Material (in Anlehnung an reformpädagogische Überlegungen)
  3. Anregung von Reflexionsprozessen (basierend auf Stimulated Recalls)

Das didaktisch-methodische Konzept basiert auf folgenden Aspekten:

  • Die Orientierung an einer konstruktivistischen Hochschuldidaktik, wobei Bildungsprozesse initiiert werden, „die einen Zusammenhang von Wissen und Handeln herstellen“ (Jansa & Kaiser, 2019 S. 146).
  • „[E]in didaktisches Verweisungsverhältnis zwischen den Formen hochschulischen Lernens und elementardidaktischen Handlungsformen“ (ebd.), bspw. durch das Schaffen von Settings, die mit kindheitspädagogischer Praxis vergleichbar und entsprechend transferierbar sind. Hierzu bedarf es einer Auseinandersetzung mit kindheitspädagogischer Didaktik insgesamt (Jung & Kaiser, 2020).
  • Eine Verknüpfung von Theorie und Praxis als entscheidendes Qualitätsmerkmal kindheitspädagogischer Studiengänge (Robert Bosch Stiftung, 2008, S. 38) sowie • ein kommunikativer Austausch und eine eingehende kritische Reflexion der Erfahrungen und Erkenntnisse (Baar & Feindt, 2019).

Gestaltung didaktischer Doppeldecker-Situationen

Zur Gestaltung ‚Doppeldecker-Situationen‘ wird im Seminar ein Vorgehen in vier Phasen angestrebt (Hormann, 2024; Wahl, 2013): In der ersten (vorauslaufenden) metakommunikativen Phase wird den Studierenden verdeutlicht, dass auf zwei Ebenen (Reflexion und Handeln) gearbeitet wird. Im Verlauf des Seminars werden im Rahmen ausgewählter Lehr-Lern-Formate in der Lernwerkstatt immer wieder Verknüpfungen zwischen theoretischem Wissen und konkretem Erleben hergestellt. Während in der zweiten Phase das Erleben im Zentrum steht, wird in der dritten Phase der Prozess reflektiert. Dabei erfolgt eine Reflexion auf zwei Ebenen: zunächst auf der Ebene der Lernenden, indem die Studierenden ihre unmittelbaren Erfahrungen des eigenen Erlebens reflektieren und mit biografischen Bezügen in Verbindung bringen. Im Anschluss daran werden die Studierenden angeregt, eine Reflexion auf der Ebene zukünftiger Kindheitspädagog*innen vorzunehmen, indem die Potenziale (auf Basis der Erfahrungen) für eine zukünftige pädagogisch-didaktische Umsetzung in den Blick genommen werden und ein Transfer hinsichtlich der zukünftigen Tätigkeit hergestellt wird. Abschließend reflektieren die Studierenden in der vierten Phase, was das praktisch erlebte und theoretisch reflektierte Geschehen für den eigenen Lernprozess bedeuten (Hormann, 2024).

Materialkonzept: 

Die Materialien der Lernwerkstatt in der HAW Kiel folgen den konzeptionellen Überlegungen und können fünf Bereichen zugeordnet werden:

  1. Erstens bildet eine große Sammlung an bedeutungs- und verwendungsoffenen Materialien sowie Remida-Material das Herzstück des Raums. Diese vielfältige Sammlung bietet  Möglichkeiten, über die Performanz der Dinge nachzudenken und zu reflektieren. 
  2. Den zweiten Bereich bilden didaktische Materialien in Anlehnung an reformpädagogische Konzepte, wie Montessori-Material für die Bereiche praktisches Leben, Sinne, Mathematik, Sprache und kosmische Erziehung, um Kulturtechniken zu erlernen, oder Fröbels Spielgaben wie Würfel, Walze, Kugel oder Ball, Legetäfelchen und Stäbchen. 
  3. Der dritte Bereich bietet einerseits Materialien für ausgewählte tätigkeitsorientierte Bildungsbereiche (z. B. Schütten, Schaufeln, Begreifen; Sammeln, Ordnen und Sortieren; Bauen und Konstruieren) und andererseits Material zur Anregung von Prozessen im Hinblick auf Bildungsbereiche aus den Leitlinien zum Bildungsauftrag in Kindertagesstätten des Landes Schleswig-Holstein (z. B. Mathematik, Naturwissenschaft und Technik; Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation) an.
  4. Viertens wurden und werden Materialien zusammengestellt, um die digitale Welt zu begreifen. Ausgehend von haptisch erfahrbaren Materialen möchten wir eine Lernumgebung schaffen, um Phänomene der digitalen Welt erfahrbar und greifbar zu machen.
  5. Fünftens soll das „Mobile Werkstattkonzept“ als weiteres besonderes Element der Lernwerkstatt der HAW Kiel eingeführt werden: Für die Lernwerkstatt der HAW Kiel wurde in Kooperation mit der Ästhetischen Lernwerkstatt der HAWK Hildesheim (Kaiser, Hormann & Brée, 2025) ein ‚Mobiles Werkstattkonzept‘ entwickelt, das kontinuierlich weiterentwickelt werden soll. An beiden Standorten sollen die Lernwerkstätten in kindheitspädagogischen Studiengängen zukünftig zwei mobile Werkstattsets nutzen. Diese werden zunächst in Seminaren von Studierenden erprobt, bevor sie von diesen ausgeliehen und praktisch in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden. Die daraus gewonnenen Erfahrungen sollen zurück an die Hochschule gebracht und in Seminaren reflektiert werden.
Raumkonzept: 

Die Lernwerkstatt der HAW Kiel ist ein nach pädagogisch-didaktischen Prinzipien organisierter und gestalteter Erfahrungsraum, der aktive Auseinandersetzung mit Bildungsprozessen und -inhalten unterstützt. Das Raumkonzept orientiert sich an den Prinzipien Offenheit, Klarheit und strukturelle Ordnung und folgt den folgenden drei Grundsätzen:

  1. Zugänglichkeit
  2. Übersichtlichkeit, Transparenz und ansprechende Anordnung sowie
  3. Funktionalität und Multifunktionalität

Der Blickfang im Raum ist ein großes Regal, in dem übersichtlich transparente Boxen mit Materialien und Gegenständen arrangiert sind. Die Nutzungsbreite des Raumes ist groß und bedarfsorientiert veränderbar, wodurch vielfältige Kooperations- und Kommunikationsformen ermöglicht werden können. Um diese Multifunktionalität und Flexibilität der Nutzung herstellen zu können, wurden mobile Einrichtungsgegenstände und Raumelemente (bspw. mobile Tische und Buffetwagen mit Materialien, Rollwagen, eine mobile Staffelei, etc.) sowie Lernwerkstattboxen im Sinne des „Mobilen Werkstattkonzepts“ ausgewählt, die im Raum immer wieder verschieden angeordnet werden können. Zwei Bereiche im Raum, die mit Vorhängen versehen sind, ermöglichen, dass zusätzliche Materialien, verschiedene Gegenstände und Werkzeuge in zwei Schwerlastregalen aufbewahrt und angeordnet werden können. Die Vorhänge bilden dabei einen Sichtschutz, der je nach Bedarf geöffnet werden kann.

Zur Ausstellung von "Werken" gibt es zwei Vitrinen-Schränke im Raum und zur Dokumentation von Prozessen sind eine mobile Litfaßsäule sowie Metaplanwände vorhanden. Überdies können die Prozesse digital über iPads und Gopros dokumentiert werden.

 

Konzeption vorhanden? (schriftl.): 
Informationen zur Konzeption: 

Folgende Konzepte, die fortlaufend weiterentwickelt werden, sind vorhanden:

  • Fachlich-inhaltliches Konzept (vgl. Hormann, Pütz & Kaiser, 2025; Hormann, 2024)
  • (internes) Nutzungskonzept
  • Raumkonzept
  • Mobile Werkstattkonzepte

Literatur zur Konzeption:

Brée, S., Kaiser, L. S. & Hormann, K. (2025). MOBILE WERKSTATT FÜR LICHT, FARBEN, SEHEN. Optische Phänomene im Spannungsfeld naturwissenschaftlicher und ästhetischer Perspektiven entdecken, erforschen und gestalten. Soziale Arbeit und Gesundheit im Gespräch, Nr. 38. Hildesheim: HAWK.

Hormann, K. (2024). Anregung von Erfahrungslernen und Reflexionsprozessen im Kontext der Professionalisierung angehender Kindheitspädagog*innen: Ästhetische (Lern)Werkstatt der HAWK Hildesheim. In K. Zehbe & I. Kaul (Hrsg.), Reflexivität in Lehre und Profession. Beiträge zu Grundlagen und didaktischen Arrangements für Lehr-Lern-Formate in kindheitspädagogischen Studiengängen (S. 181–201). Weinheim und Basel: Beltz.

Hormann, K., Pütz, T. & Kaiser, L. S. (2025). Lernwerkstatt im Studiengang Kindheitspädagogik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) in Kiel. In U. Stadler-Altmann, P. Kihm, F. Herrmann, A. Schulte-Buskase & T. Wittenberg (Hrsg.), Atlas der Lernwerkstätten an Hochschulen, Schulen und anderen Bildungsinstitutionen (S. 375-387). Bad Heilbrunn: Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:32666

Hormann, K. & Kaiser, L. S. (2025). Lernwerkstatt Campuskinder – eine spezifische Form der Lernwerkstatt im Rahmen der Kooperation zwischen Stadt Hildesheim und HAWK Hildesheim. In U. Stadler-Altmann, P. Kihm, F. Herrmann, A. Schulte-Buskase & T. Wittenberg (Hrsg.), Atlas der Lernwerkstätten an Hochschulen, Schulen und anderen Bildungsinstitutionen (S. 348-360). Bad Heilbrunn: Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:32663

Kaiser, L. S., Hormann, K. & Brée, S. (2025). Ästhetische Lernwerkstatt und ästhetisches Labor an der HAWK  Hildesheim im Studiengang Kindheitspädagogik. In U. Stadler-Altmann, P. Kihm, F. Herrmann, A. Schulte-Buskase & T. Wittenberg (Hrsg.), Atlas der Lernwerkstätten an Hochschulen, Schulen und anderen Bildungsinstitutionen (S. 333-347). Bad Heilbrunn: Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:32662

Kaiser, L. S. & Hormann, K. (2025). „Vielleicht gibt es Kinder, die keine Freude in dem Lernarrangement finden“ – Perspektiven und Spannungsfelder von Vernetzung für kindheitspädagogische Hochschullernwerkstätten. In E. Frauscher, C. Imp, D. Longhino & C. Stöckl (Hrsg.), Vernetzung in Hochschullernwerkstätten – einen Schritt weiter gehen. Bedingung, Mehrwert und Herausforderung (S. 136-152). Bad Heilbrunn: Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:32515

 

Zielgruppe: 
Kleinkinder
Kindergartenkinder (Vorschule)
SchülerInnen (Grundschule)
Studierende
Lehrkräfte/ PädagogInnen
andere
eingebunden in die Aus-/Fortbildung von: 
Kindheits-/Elementarpädagogik
curricular in Studienmodulen verankert: 
obligatorisch
Schwerpunkte studentischer Tätigkeit: 
Sachen erforschen - argumentieren und diskutieren
Material ausleihen
Material entwickeln
Material erproben
Lernumgebung gestalten
Lernumgebung erproben
Lernbegleitung erproben
Supervision und Reflexion eigener pädagogischer Tätigkeiten
Pädagogische Situationen untersuchen
Arbeit mit Kindergruppen/Klassen?: 
Ja
Lehrerfortbildungen?: 
Ja
Art der Angebote: 

Arbeit mit Kindergruppen und Klassen:

  • Studierende gestalten Lernarrangements für Kindergruppen aus Kindertageseinrichtungen und übernehmen die Rolle der Lernbegleitung
  • in Kooperation mit dem Jugendcampus der HAW Kiel werden Angebote für Schulklassen geplant, durchgeführt und reflektiert

Workshops und Fortbildungen:

  • Workshops für pädagogische Fachkräfte 
  • Workshops für Lehrer*innen aus Berufsfachschulen
  • Workshops für Fachberatungen
Forschungsschwerpunkte: 
  • Interaktionsgestaltung 
  • Lernbegleitung und pädagogisch-didaktische Rollen 
  • Konstituierung naturbezogener Erfahrungsräume (im Kontext von BNE)
  • Konstituierung hybrider Erfahrungsräume
Forschungsmethoden: 

Erhebungsmethoden:

  • Videografien von Interaktionen in der Lernwerkstatt (Nentwig-Gesemann & Wagner-Willi, 2007)
  • Stimulated Recall Interviews (mit Studierenden) einerseits als videobasiertes Format zur Reflexion sowie andererseits als forschungsmethodisches Vorgehen (Hormann & Disep, 2020)
  • Interviews (Helfferich, 2009)

Auswertungsmethoden:

  • Dokumentarische Methode (Nentwig-Gesemann, I. & Nicolai, K., 2015)
  • Inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse (Kuckartz, 2012)
  • Grounded Theory (Strauss & Corbin, 1996)
aktuelle Forschungsprojekte/ Dissertationsvorhaben: 

Forschungsprojekte: 

  • Sience Comes To Town (SCTT) Kiel 2026
  • Freiraum 2026: Materialwelten im Maker Space (MAKE)
Kooperationen mit anderen LWs, HSLWs, Hochschulen oder Verbünden in Forschungs- oder Lehraktivitäten: 

Kooperation an der HAW Kiel: Jugendcampus der HAW Kiel

Kooperation mit anderen HLWs: Kooperation mit der Ästhetischen Lernwerkstatt und dem Ästhetischen Labor der HAWK Hildesheim

Kooperation mit anderen Verbünden und Institutionen:

  • Netzwerkstatt einfallsreich! Hannover
  • Referat für Wissenschaft der Stadt Kiel
  • Pädiko
  • Berufsfachschule Bad-Segeberg
  • Berufsfachschule Kiel